Garden of Eden

Textilausstellung im Rahmen der ETN-Konferenz in Haslach/Austria,17. Juli bis 4. August 2019, Schloss Neuhaus, Österreich

Wegen der Bedeutung dieser Textilkunst- Ausstellung im neuen Zuhause des Europäische Netzwerk für Textil im Zentrum Textile Kultur Haslach, geben wir hier unten die kompletten Bewerbungsbedingungen wieder. Die Fotos zu diesem Beitrag zeigen  Ausstellungen und Veranstaltungen die zur ETN Konferenz in Haslach geplant sind. Beteiligung an der Ausstellung so wie Besuch der ETN Konferenz wird wärmstens empfohlen! Auf wiedersehen in Haslach! Beatrijs Sterk

Garten Eden
Ein Garten Eden ist ein Sehnsuchtsort – ein Platz, an dem die Menschen im Einklang mit der Natur leben, mit den vorhandenen Ressourcen behutsam umgehen und friedlich existierten.
Er ist eine Utopie, ein Garten voll üppiger Pflanzen, süßer Früchte und exotischer Tiere, der Nahrung in Hülle und Fülle bietet. Ein solches Paradies nährt unseren elementaren Wunsch nach harmonischem Zusammenleben in der Gemeinschaft und trägt gleichzeitig das Prinzip der Ausgrenzung in sich. Die Sehnsucht nach ewig Gültigem ist in dem Begriff ebenso enthalten, wie die Erfahrung von Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit des Lebens.
Die Idee des Gartens in Eden ist Jahrtausende alt und findet in verschiedensten Formen menschlicher Kultur in immer wieder neuen Varianten ihren Ausdruck. Auch Textilien waren und sind bis heute Bedeutungsträger dieses vielschichtigen Themas. Als Inspiration bietet das Motto Garten Eden somit Stoff für eine Ausstellung der besonderen Art:
Im Zuge der 19. ETN-Konferenz (European Textile Network) wird eine internationale Gruppenausstellung zu dem Thema Garten Eden kuratiert, in der Arbeiten zeitgenössischer Textilkünstler/innen zu sehen sein werden, kombiniert mit ausgewählten historischen und ethnografischen Textilien aus unterschiedlichen Sammlungen, die ebenfalls um den Garten Eden kreisen.
Die ETN-Konferenz wird von 28. und 31. Juli 2019 in Haslach/Austria stattfinden und verschiedenste kulturgeschichtliche, materialspezifische und gesellschaftliche Aspekte des Themas Garten Eden aufgreifen. Teil  des Konferenzprogramms ist auch die gemeinsame Besichtigung der Gruppenausstellung, die an einem besonderen Ort stattfinden wird …

Exhibition space Neuhaus Castle, Photo Textile Kultur Haslach, 2018

Ein Ort, der atmet …
Für eine Textilausstellung zu diesem Thema haben wir den idealen Ort gefunden: Hoch über der Donau steht ein beeindruckendes Bauwerk – das Schloss Neuhaus. Der schmale, vierstöckige Trakt, der aus der Zeit der Gotik stammt, fasziniert mit stimmungsvollen Räumen, interessanten Strukturen, die vom Vergehen der Jahrhunderte zeugen und nicht zuletzt durch seine einzigartige Lage mit Blick auf die meandrierende Donau und die Ausläufer des Mühlviertels –  ein Ort, der bezaubert und die Zeit still stehen lässt.
Die wunderbaren Räume bieten den idealen Rahmen und die perfekte Atmosphäre um Textile Kunst zu präsentieren – behutsam in Einklang mit dem lebendigen Mauerwerk und der besonders starken Umgebung, die von außen nach innen wirkt. Ein kleines Stück Garten Eden…
Das Schloss Neuhaus ist ca. 20 km von Haslach und 30 km von Linz entfernt. Es ist für die Dauer der Ausstellung mit Zug und anschließendem Shuttle-Bus erreichbar. Um den Ausstellungsort zu besuchen, fährt man durch eine bezaubernde Landschaft, dem sogenannten Mühlviertel. Diese Region im Norden Österreichs ist für seine Leinentradition bekannt und stimmt mit seinen sanften grünen Hügeln, klaren Flüssen und ruhigen Plätzen in das Thema der Ausstellung ein.

Exhibition space Neuhaus Castle, Photo Textile Kultur Haslach, 2018

Ausstellungsbeiträge und Auswahlverfahren
In der Gruppenausstellung werden künstlerische oder designorientierte Arbeiten gezeigt, die einen eindeutigen Bezug zum Medium Textil aufweisen. Es gibt keine Einschränkungen, was die Auswahl der Materialien und Techniken betrifft. Das Entstehungsdatum der Arbeiten ist nicht auf die jüngste Zeit beschränkt, sondern kann grundsätzlich unbegrenzt weit zurück liegen. Arbeiten, die in den letzten 3 Jahren entstanden sind, werden jedoch im Zweifelsfall bevorzugt behandelt.
Es können sich Einzelpersonen ebenso bewerben wie Künstlerkollektive. Pro Person oder Künstlerkollektiv dürfen maximal 2 voneinander unabhängige Arbeiten eingereicht werden. Pro Arbeit ist ein eigener Bewerbungsbogen auszufüllen.
Für die Ausstellung können zwei- oder dreidimensionale Arbeiten eingereicht werden. Zweidimensionale Arbeiten dürfen eine Größe von 3 x 3 m nicht überschreiten, die maximale Größe für dreidimensionale Arbeiten liegt bei 2,5 x 2,5 x 3 m. Die Arbeiten dürfen inklusive Verpackung ein Maximalgewicht von 50 kg nicht überschreiten.
Auf Basis der Einreichungen wählt eine Fachjury die Beiträge aus, die in der Ausstellung gezeigt werden. Die Mitglieder der Jury werden spätestens mit Ausstellungsbeginn bekannt gegeben. Die Jury tagt im Geheimen und hat keinerlei Verpflichtung, die Gründe ihrer Entscheidung darzulegen. Das Urteil der Jury kann nicht angefochten.
Zusätzlich zu den zeitgenössischen Arbeiten werden in der Ausstellung einige von den Kuratoren ausgewählte historische oder ethnografische Textilien aus Sammlungen präsentiert. Sie mischen sich in der Ausstellung mit den zeitgenössischen Arbeiten der Künstler/innen.
Die Kuratoren behalten sich auch das Recht vor, zusätzlich zu den jurierten Arbeiten, die aus den Einreichungen ausgewählt werden, einige Künstler/innen direkt zur Teilnahme einzuladen. Sie werden in der Ausstellung nicht extra ausgewiesen.

Bewerbungsunterlagen und -modalitäten
Für die Bewerbung bitten wir Sie, uns folgende Unterlagen fristgerecht zukommen zu lassen:

  • Vollständig und korrekt ausgefüllter, ausgedruckter und unterschriebener Bewerbungsbogen
  • 3 – 5 analoge Fotos bzw. Ausdrucke der Arbeit in einer Mindestgröße von jeweils 9 x 15 cm Mindestens ein Foto muss eine Gesamtaufnahme der Arbeit zeigen, mindestens ein Foto muss ein Detail zeigen, das die Machart des Objekts erkennen lässt.
  • Wenn gewünscht eine Skizze zum Aufbau der Arbeit bzw. eine Anleitung zur Hängung bzw. Präsentation.
  • Wenn gewünscht ausführlicherer Lebenslauf oder weitere Informationen zum/zur Künstler/in
  • Wenn gewünscht weitere Detailbeschreibungen oder Konzepte zur Arbeit 

Bewerbungen werden ausschließlich in analoger Form angenommen! Das Bewerbungsformular darf ausschließlich in englischer oder deutscher Sprache ausgefüllt werden. Die Unterlagen müssen bis spätestens 15. Februar 2019 (Versanddatum) mit dem Kennwort „Garden of Eden“ per Post oder Paketdienst an den Veranstalter geschickt werden:
Verein Textile Kultur Haslach
„Garden of Eden“
Stahlmühle 4
A- 4170 Haslach
Sofern die Arbeit ausgewählt wird, setzt sich der Veranstalter mit dem/der Künstlerin in Verbindung und bittet um die Nachreichung von Text- und Fotomaterial in digitaler Form.
Mit Einreichung einer Bewerbung verpflichtet sich der/die Künstler/in, die Arbeiten im Falle einer positiven Auswahl durch die Jury dem Veranstalter im angegebenen Zeitraum auf jeden Fall zur Verfügung zu stellen und die Präsentation der Arbeit in den genannten Räumlichkeiten ohne Wenn und Aber zu akzeptieren.

Termine und Fristen

  • Einsendeschluss: 15. Februar 2019. Es gilt das Datum des Poststempels.
  • Juryentscheidung: Die Bewerber/innen werden bis spätestens 30. März 2019 über eine Zu- bzw. Absage informiert.
  • Bei einer Zusage werden die ausgewählten Künstler/innen aufgefordert, ihr Foto- und Textmaterial in digitaler Form bis spätestens 15. April an den Veranstalter zu übermitteln.
  • Die ausgewählten Arbeiten müssen auf eigene Kosten zum Veranstalter geschickt werden und bis spätestens 1. Juni eintreffen.
  • Ausstellungsdauer: 17. Juli bis 4. August 2019
  • Anstelle einer Ausstellungseröffnung wird es am Di, 30. Juli im Rahmen der ETN-Konferenz eine große öffentliche Midissage geben, bei der die anwesenden Künstler/innen vorgestellt werden.
  • Die Arbeiten werden bis spätestens 30. September 2019 durch den Veranstalter an die Künstler/innenzurück geschickt.

Sollten die angegebenen Fristen durch die Künstler/innen nicht eingehalten werden, so behält sich der Veranstalter das Recht vor, die Arbeit aus der Ausstellung auszuschließen.
In diesem Fall liegt es in der Verantwortung des/der Künstler/in, die Arbeit ab 30. September auf eigene Kosten wieder zurückzuholen bzw. den Rücktransport zu veranlassen.

Kosten und Transport
Für die Einreichung einer Bewerbung werden keine Anmelde- oder Bearbeitungsgebühren verrechnet. Die Bewerbungsunterlagen bleiben sowohl im Fall einer Auswahl, als auch im Fall einer Ablehnung dauerhaft beim Veranstalter und werden nicht an den/die Künstler/in zurück geschickt. Die Unterlagen werden nicht an Dritte weitergegeben und die Datenschutzricht-linien werden gewahrt.
Die Transportkosten vom/von der Künstler/in zum Veranstaltungsort werden vom/von der Künstler/in getragen. Die Kosten für den versicherten Rücktransport übernimmt der Veranstalter. Die Arbeiten werden mit einem regulären Paketdienst verschickt. Sollte der/die Künstlerin auf eine andere Transportform (z.B. Kunstspedition) bestehen, so sind die Kosten dafür selbst zu tragen.
Die Arbeit ist so zu verpacken, dass das Material auch für den Rücktransport wieder ver-wendet werden kann. Sämtliche Kosten, die der/dem Künstler/in beim Anfertigen, Verpacken, Fotografieren usw. der Arbeit entstehen, können vom Veranstalter nicht abgegolten werden, genauso wenig wie Reise- oder Übernachtungskosten, die bei Besuch der Ausstellung anfallen.

Katalog
Über die Ausstellung ist ein Katalog geplant, der erst nach Ausstellungsende entstehen wird. Er wird Fotos enthalten, die die präsentierten Arbeiten in den besonderen Ausstellungsräumen und im Kontext zueinander zeigen. Die Texte, die im Bewerbungsbogen eingereicht werden, bilden die Grundlage für die Beschreibungen der einzelnen Arbeiten im Katalog. Die Organisatoren behalten sich das Recht vor, die Texte zu lektorieren und gegebenenfalls ohne Rücksprache mit den Künstlern/innen leicht anzupassen.Ob der Katalog tatsächlich publiziert werden kann oder nur online erscheint, wird kurzfristig entschieden. Im Falle einer Publikation erhalten alle Teilnehmer/innen an der Ausstellung nach Fertigstellung des Katalogs zwei Freiexemplare.

Räumliche Bedingungen, Versicherung und Präsentation 
Die Arbeiten sind über den gesamten Zeitraum des Ausstellungsaufbaus, der Präsentation und des Abbaus zu dem im Bewerbungsformular festgesetzten Preis versichert.
Der Ausstellungsort im alten Schloss ist sicher, das gesamte Areal des Schlosses versperrt und der Eingang videoüberwacht.  Darüber hinaus entspricht die Location allerdings nicht klassischen Ausstellungsbedingungen. Die historischen Räume des Schlosses haben viel Charme und Atmosphäre, weisen aber ein organisches, teilweise leicht brüchiges, lockeres Mauerwerk auf und verfügen nur  teilweise über geschlossene Fenster. Außerdem  sind die drei Ebenen des Gebäudes nicht barrierefrei erschlossen.
Mit Abgabe der Bewerbung wird ausdrücklich das Einverständnis gegeben, dass die Arbeiten unter diesen Konditionen gezeigt werden dürfen und dem Veranstalter das Vertrauen ausgesprochen, dass die Arbeiten mit größtmöglicher Sorgfalt behandelt und verantwortungsvoll präsentiert werden.

Veranstalter
Textile Kultur Haslach, Stahlmühle 4, A- 4170 Haslach
www.textile-kultur-haslach.at  I www.textiles-zentrum-haslach.at
in Kooperation mit ETN – European Textile network: www.etn-net.org

Kuratoren: Christina Leitner & Andreas Selzer, Textiles Zentrum Haslach und Mitglieder des ETN-Vorstands  

Exhibition:“Where flowers blow“ by Tanja Boukal, 2018, photo: Tanja Boukal
Exhibition:“Where flowers blow“ by Tanja Boukal, 2018, photo: Tanja Boukal
Lecture: Leo Chiachio & Daniel Giannone, Argentina; photo by Oliver Oettli, 2018
Leo Chiachio & Daniel Giannone:“La Selva de Constantin“, 165 x 180 cm, 2015/2016; hand embroidery with cotton thread, wool, rayon, effect thread; hand-printed fabric with serigraphy
European Quilt Triennial: Susie Koren,UK: „Shutters of the Luberon“,2017; photo Suie Koren
European Quilt Triennial: Jutta Kohlheck:“Topgravity“,2917; photo Jutta Kohlbeck

 

Lecture by Lesley Millar,UK „A Sensual Awakening“, Haori Shunga kimono (traditional) detail
Weaver´s Market; photo Textile Kultur Haslach