{"id":5002,"date":"2021-09-24T18:49:52","date_gmt":"2021-09-24T17:49:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/?p=5002"},"modified":"2021-11-21T18:32:59","modified_gmt":"2021-11-21T17:32:59","slug":"textile-art-since-1945","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/2021\/09\/textile-art-since-1945\/","title":{"rendered":"Textilkunst nach 1945"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_5015\" aria-describedby=\"caption-attachment-5015\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5015\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_2.blog_.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"832\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_2.blog_.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_2.blog_-288x300.jpg 288w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_2.blog_-768x799.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_2.blog_-24x24.jpg 24w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_2.blog_-36x36.jpg 36w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_2.blog_-46x48.jpg 46w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5015\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Wlodzimierz Cygan<\/strong>: \u201eOrganic 2&#8243;, 120 x 160 cm, 2019, weben; polyester, Leinen, optische Fasern, LED lichtgenerator,\u00a0Foto Thiswaydesign<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p><em>Text von Beatrijs Sterk verfasst f\u00fcr den Katalog Kunstwerk ist Kaktus &#8211; zum Sammlungsbestand des Museum Angewandte Kunst nach 1945 bis heute; Ausstellung in Frankfurt am Main ab November 2021.<br \/>\n<\/em><br \/>\nEs gibt kaum einen Begriff, der umstrittener ist als den der Textilkunst, und kaum einen Bereich der Kunst, der von Frauen so dominant bestimmt wird. Textilkunst ist die unterbezahlte und ungeliebte Schwester der bildenden Kunst. Trotz steigender Beliebtheit beim breiten Publikum haben diejenigen, die sich Textilk\u00fcnstler nennen, immer noch mit dem negativen Image von Textilkunst in der Kunsthierarchie zu k\u00e4mpfen. Dabei ist der Begriff l\u00e4ngst gekl\u00e4rt: Textilkunst ist dann ein Zweig der bildenden Kunst, wenn es den K\u00fcnstlern vorrangig um den Ausdruck geht, was f\u00fcr die meisten zutrifft. Sie dr\u00fccken sich nicht wie ein Maler mit \u00d6lfarbe, sondern mit farbigen F\u00e4den und Stoffen aus. Kann das schlechte Image der Textilkunst eventuell damit zusammenh\u00e4ngen, dass es sich mehrheitlich um Kunst von Frauen handelt? Das ist sicher ein Teil des Problems, ebenfalls die Tatsache, dass das Handwerk einen elementaren Anteil am k\u00fcnstlerischen Konzept hat. Nicht ohne Grund hie\u00df die Berufsbezeichnung noch vor gar nicht allzu langer Zeit Kunsthandwerker, wobei die Gebrauchsf\u00e4higkeit der bestimmende Ansatz war.<\/p>\n<p>Historisch gesehen ist das Textile dem weiblichen Geschlecht zugeordnet. Noch in der Neuzeit galt das textile Werken als eine angemessene Besch\u00e4ftigung f\u00fcr eine Frau von Stand und war noch bis in die zweite H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts hinein als Unterrichtsfach den M\u00e4dchen zugewiesen. Sogar am Bauhaus, der Institution, die noch heute f\u00fcr den Aufbruch in die Moderne steht, hielt Walter Gropius f\u00fcr die weiblichen Bewerber, ob gew\u00fcnscht oder nicht, die Weberei f\u00fcr den geeigneten Bet\u00e4tigungsort.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5008\" aria-describedby=\"caption-attachment-5008\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5008\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Anni_Albers.blog_.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"1137\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Anni_Albers.blog_.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Anni_Albers.blog_-211x300.jpg 211w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Anni_Albers.blog_-720x1024.jpg 720w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Anni_Albers.blog_-768x1092.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Anni_Albers.blog_-17x24.jpg 17w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Anni_Albers.blog_-25x36.jpg 25w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Anni_Albers.blog_-34x48.jpg 34w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5008\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Anni Albers<\/strong>: \u201eRed and Blue Layers\u201c1954, Baumwolle; the Josef and Anni Albers Foundation, Bethany, CT, 1898.12.1; Foto Beatrijs Sterk<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bis heute hat es gedauert, den Webarbeiten der wohl bekanntesten Vertreterin dieser Abteilung, <strong>Anni Albers<\/strong>, gr\u00f6\u00dfere Anerkennung entgegenzubringen. In der Einleitung zu ihrer gro\u00dfen Ausstellung in der Tate Modern in London 2019 hei\u00dft es: \u201eDiese gro\u00dfe Retrospektive in einem Museum f\u00fcr moderne Kunst wird die M\u00f6glichkeiten von Textil und insbesondere des Webens als Medium der bildenden Kunst neu bewerten und feiern.\u201c<strong>(1)<\/strong> Von Anni Albers selbst stammt der etwas bittere Satz: \u201eGalerien und Museen zeigten keine Textilien, das galt immer als Handwerk und nicht als Kunst [&#8230;]. Auf Papier ist es Kunst.\u201c<strong>(2)<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Wirken von Josef und Anni Albers am Black Mountain College in den USA, wohin sie nach der Schlie\u00dfung des Bauhauses unter den Nationalsozialisten fliehen mussten, entstand nach dem Krieg eine sehr lebendige Textilszene, die schon in den 1950er Jahren anfing sich zu emanzipieren. Viele K\u00fcnstlerinnen wollten alles anders machen als ihre m\u00e4nnlichen K\u00fcnstlerkollegen und gingen mit ihren Arbeiten in die dritte Dimension. Mit der Biennale von Lausanne von 1962 bis 1995 als Plattform, verursachten sie zusammen mit den gro\u00dfen osteurop\u00e4ischen Textilk\u00fcnstlerinnen wie Magdalena Abakanowicz aus Polen und Jagoda Bui\u0107 aus Kroatien, eine wahre Revolution. Diese fand vor allem zwischen 1960 und 1970 statt, zu einem Zeitpunkt, als die Frauen erfolgreich ihre Rechte einforderten. Dies war die Zeit, in der die moderne Textilkunst sich als eigenst\u00e4ndige Kunstgattung erstmalig durchsetzte. In der Folge der Biennale von Lausanne mit ihren plastischen textilen Werken entstand ein gro\u00dfes Interesse an der Textilkunst, das mit Biennalen und Triennalen in den Niederlanden, Skandinavien und auch in Deutschland beantwortet wurde.<strong>(3)<\/strong><\/p>\n<p>Das Ende der Biennale von Lausanne Mitte der 1990er Jahre bedeutete das Ende einer weltweiten B\u00fchne f\u00fcr die Textilkunst, die sich aber trotzdem weiterentwickelte. So formierten sich in Europa verschiedene Gruppen, in Deutschland beispielsweise die Deutsche Gruppe Textilkunst, die sich an der Organisation der Deutschen Biennale der Tapisserie beteiligte und den Namenswechsel zur Biennale Textilkunst beeinflusste.<br \/>\nIn der DDR hatten die Textilk\u00fcnstler, die eine ausgezeichnete Kunstausbildung genossen hatten, einen viel besseren Stand: mehr Anerkennung, mehr Auftr\u00e4ge, mehr Textilk\u00fcnstler, die von ihrer Arbeit leben konnten. Und sie erhielten Unterst\u00fctzung bei der Aufarbeitung des Begriffs Kunsthandwerk durch Kunsthistoriker.<strong>(4)<\/strong> Nach dem Fall der Mauer begann f\u00fcr die DDR-K\u00fcnstler eine Angleichung an die Verh\u00e4ltnisse in der Bundesrepublik, die f\u00fcr Textilk\u00fcnstler deutlich schlechter waren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5027\" aria-describedby=\"caption-attachment-5027\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5027 size-full\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/P1150657a.blog_.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"601\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/P1150657a.blog_.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/P1150657a.blog_-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/P1150657a.blog_-768x577.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/P1150657a.blog_-24x18.jpg 24w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/P1150657a.blog_-36x27.jpg 36w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/P1150657a.blog_-48x36.jpg 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5027\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Sheila Hicks<\/strong>: Installation auf der<strong>\u00a0Bienniale von Venedig, 2017<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n<p>Es sollte zwei Jahrzehnte dauern, bis die Textilkunst wieder ins Licht \u00f6ffentlicher Aufmerksamkeit r\u00fcckte und sich ein neu erwachtes Interesse an textilen Medien zeigte. Die anf\u00e4ngliche Suche nach Textilem in der bildenden Kunst wurde zur Entdeckung von Frauen, deren Schaffen untersch\u00e4tzt worden war, und wurde so zur Wiederentdeckung vor allem der \u00e4lteren Generation von Textilk\u00fcnstlerinnen<strong>.(5)\u00a0<\/strong>Gleichzeitig hatten sich langsam aber sicher die Strukturen in den gro\u00dfen Museen ge\u00e4ndert: Frauen befanden sich jetzt auch in Positionen, wo sie Entscheidungen treffen konnten. Ein Beispiel f\u00fcr die Entscheidungsmacht von Frauen wird <strong>2017 bei der Biennale von Venedig<\/strong> sichtbar: Christine Macel, Chefkuratorin im Centre Pompidou, war zur Kuratorin der Biennale gew\u00e4hlt worden. Sie war erst die vierte Frau, der diese Ehre zuteilwurde, und es ist ihr zu verdanken, dass Venedig in diesem Jahr ein textiles Fest wurde!<\/p>\n<p>Lesenswert waren die Reaktionen in der Kunstpresse, die endlich aussprachen, was viele schon lange gedacht hatten. Zu den K\u00fcnstlerinnen konnte man lesen: \u201e[\u2026] warum so lange \u00fcbersehen? [\u2026] einfacher Sexismus\u201c;<strong>(6)<\/strong> zum Status von Textilkunst: \u201eEs gibt keine Berechtigung f\u00fcr den niedrigeren Status und die geringere Wertsch\u00e4tzung\u201c.<strong>(7)<\/strong> Zu der Anerkennung gerade \u00e4lterer Frauen in der Kunst hie\u00df es in einem Artsy-Editorial vom 19. Juni 2017: \u201eWarum \u00e4ltere Frauen die jungen M\u00e4nner als Lieblinge der Kunstwelt verdr\u00e4ngt haben\u201c<strong>.(8)<\/strong> Dass gerade \u00e4ltere Frauen bevorzugt wurden, lag an den Mechanismen des Kunstmarktes, der vor allem nach Qualit\u00e4t zu einem weit geringeren Preis suchte, man fand sie bei den Textilkunstikonen der Lausanne-Periode.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5009\" aria-describedby=\"caption-attachment-5009\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5009\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.Magdalena_Abakanowicz_Abakan-Brown-IV-1965\u20131984-photo-Beatrijs-Sterk.blog_.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"601\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.Magdalena_Abakanowicz_Abakan-Brown-IV-1965\u20131984-photo-Beatrijs-Sterk.blog_.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.Magdalena_Abakanowicz_Abakan-Brown-IV-1965\u20131984-photo-Beatrijs-Sterk.blog_-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.Magdalena_Abakanowicz_Abakan-Brown-IV-1965\u20131984-photo-Beatrijs-Sterk.blog_-768x577.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.Magdalena_Abakanowicz_Abakan-Brown-IV-1965\u20131984-photo-Beatrijs-Sterk.blog_-24x18.jpg 24w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.Magdalena_Abakanowicz_Abakan-Brown-IV-1965\u20131984-photo-Beatrijs-Sterk.blog_-36x27.jpg 36w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.Magdalena_Abakanowicz_Abakan-Brown-IV-1965\u20131984-photo-Beatrijs-Sterk.blog_-48x36.jpg 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5009\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Magdalena Abakanowicz<\/strong>: \u201eAbakan Brown IV\u201c, 1965\u20131984 ; Sammlung Central Museum of Textiles , Lodz, Foto Beatrijs Sterk<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_5030\" aria-describedby=\"caption-attachment-5030\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5030\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Olga-de-Amaral-Bosque-III-1989-80-x-100-cm-linen-cotton-and-acrylic-paint-photo-Gudrun-Hanisch-.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"625\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Olga-de-Amaral-Bosque-III-1989-80-x-100-cm-linen-cotton-and-acrylic-paint-photo-Gudrun-Hanisch-.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Olga-de-Amaral-Bosque-III-1989-80-x-100-cm-linen-cotton-and-acrylic-paint-photo-Gudrun-Hanisch--300x234.jpg 300w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Olga-de-Amaral-Bosque-III-1989-80-x-100-cm-linen-cotton-and-acrylic-paint-photo-Gudrun-Hanisch--768x600.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Olga-de-Amaral-Bosque-III-1989-80-x-100-cm-linen-cotton-and-acrylic-paint-photo-Gudrun-Hanisch--24x19.jpg 24w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Olga-de-Amaral-Bosque-III-1989-80-x-100-cm-linen-cotton-and-acrylic-paint-photo-Gudrun-Hanisch--36x28.jpg 36w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Olga-de-Amaral-Bosque-III-1989-80-x-100-cm-linen-cotton-and-acrylic-paint-photo-Gudrun-Hanisch--48x38.jpg 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5030\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Olga de Amaral<\/strong>: \u201cBosque I&amp;II\u201d, 1989, 80 x 100 cm; Leinen, Baumwolle und Acrylfarbe; Foto Gudrun Hanisch<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es folgten \u00dcberblicksausstellungen der \u201egro\u00dfen alten Damen\u201c der Textilkunst, zum Beispiel von <strong>Sheila Hicks<\/strong> 2018 in Paris, <strong>Anni Albers<\/strong> 2018 in D\u00fcsseldorf und 2018\/19 in London sowie<strong> Olga de Amaral<\/strong> 2018 in Br\u00fcssel, au\u00dferdem zwei Ausstellungen von<strong> Magdalena Abakanowicz<\/strong> 2018 in Lodz und schlie\u00dflich Pr\u00e4sentationen von <strong>Hannah Ryggen<\/strong>, die 2017 schon auf der documenta in Kassel zu sehen gewesen war und der 2019 eine Ausstellung in Frankfurt am Main gewidmet wurde.<strong>(9)<\/strong> Von den genannten K\u00fcnstlerinnen leben noch Sheila Hicks und Olga de Amaral, die beide auch schon ein recht hohes Alter erreicht haben. Diese Ausstellungen spiegeln nicht nur die Neubewertung von Frauen als K\u00fcnstlerinnen, sondern auch eine Neubetrachtung der Textilkunst im Kontext der bildenden Kunst wider.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5022\" aria-describedby=\"caption-attachment-5022\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5022 size-full\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.IMG_1871a_WTA.blog_.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"946\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.IMG_1871a_WTA.blog_.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.IMG_1871a_WTA.blog_-254x300.jpg 254w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.IMG_1871a_WTA.blog_-768x908.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.IMG_1871a_WTA.blog_-20x24.jpg 20w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.IMG_1871a_WTA.blog_-30x36.jpg 30w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/2.IMG_1871a_WTA.blog_-41x48.jpg 41w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5022\" class=\"wp-caption-text\">Katalog\u00a0<strong>&#8220;Fiber Sculpture, 1960 &#8211; Present<\/strong>&#8220;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Diese Wiederentdeckung des Textilen im Kontext der bildenden Kunst war in den USA seit etwa 2009 zu sp\u00fcren.<strong>(10)<\/strong> Auf dem europ\u00e4ischen Kontinent wurde dieses neue Interesse 2014 manifest. Anfangs schien es so, als ob dies nur eine vor\u00fcbergehende Erscheinung in der Kunst sein w\u00fcrde, aber allm\u00e4hlich hat es sich etabliert. In den USA steckte sich 2014 am Institute of Contemporary Art in Boston die Kuratorin Jenelle Porters mit der Ausstellung <strong>Fiber: Sculpture 1960\u2013Present<\/strong> klare Ziele: \u201eMit dieser Ausstellung wurde erstmals nach 40 Jahren die Entwicklung der Abstraktion und der R\u00e4umlichkeit in der Textilkunst von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute untersucht\u201c.<strong>(11)<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_5017\" aria-describedby=\"caption-attachment-5017\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5017 size-full\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Art_.and_.Textiles.blog_.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"1034\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Art_.and_.Textiles.blog_.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Art_.and_.Textiles.blog_-232x300.jpg 232w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Art_.and_.Textiles.blog_-792x1024.jpg 792w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Art_.and_.Textiles.blog_-768x993.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Art_.and_.Textiles.blog_-19x24.jpg 19w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Art_.and_.Textiles.blog_-28x36.jpg 28w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/1.Art_.and_.Textiles.blog_-37x48.jpg 37w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5017\" class=\"wp-caption-text\">Katalog &#8220;<strong>Art &amp; Textile, Stoff als Material und Idee in der Moderne von Klimt bis heute<\/strong>&#8220;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die erste wichtige Ausstellung auf diesem Gebiet auf dem europ\u00e4ischen Kontinent war <strong>Kunst &amp; Textil<\/strong> 2014 in Wolfsburg; sie trug den Untertitel: <strong>Stoff als Material und Idee in der Moderne von Klimt bis heute.<\/strong> Markus Br\u00fcderlin, der Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg, und sein Team haben an dem Begleitkatalog mehr als drei Jahre gearbeitet, um das Themenfeld Kunst und Textil in allen seinen Facetten zu beleuchten. Als Spezialistin sei die Kuratorin f\u00fcr Textilien des Museums f\u00fcr Angewandte Kunst in Wien, Angela V\u00f6lker, hinzugezogen worden, hie\u00df es auf der Pressekonferenz zur Er\u00f6ffnung der Ausstellung. Auf Nachfrage erfuhr man lediglich, sie sei gebeten worden, die Bildunterschriften zu bearbeiten, sie sei nicht nach textilen Inhalten befragt worden. Im Impressum ist ihr Name nicht aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Offenbar lagen gro\u00dfe Gedanken in der Luft und schienen pl\u00f6tzlich reif, da im gleichen Jahr noch weitere \u201eKunst mit Textil\u201c-Ausstellungen stattfanden, so in Bielefeld To Open Eyes \u2013 Art and Textiles from the Bauhaus to Today. In Frankreich hatte es 2013\/14 die Ausstellung Decorum \u2013 Artists\u2019 Carpets and Tapestries im Museum f\u00fcr Moderne Kunst der Stadt Paris gegeben, in Italien 2013\/14 Soft Pictures in Turin. In London fand 2014 die Ausstellung Artists\u2019 Textiles \u2013 Picasso to Warhol im Museum f\u00fcr Mode und Textil statt und in den Niederlanden im Museum Arnhem ebenfalls 2014 Threads \u2013 Art as a metaphor for interweaving. Die Kuratoren der Kunstmuseen, nach ihren Beweggr\u00fcnden gefragt, weshalb sie Textilkunst zeigten, antworteten immer wieder, die Computerwelt b\u00f6te so viel Virtuelles, so sei ein Hunger nach Anfassbarem und Sinnlichem entstanden.<strong>(12)<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_5018\" aria-describedby=\"caption-attachment-5018\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5018\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/9.Vtamin.T.Threads.and_.Textiles.blog_.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"930\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/9.Vtamin.T.Threads.and_.Textiles.blog_.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/9.Vtamin.T.Threads.and_.Textiles.blog_-258x300.jpg 258w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/9.Vtamin.T.Threads.and_.Textiles.blog_-768x893.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/9.Vtamin.T.Threads.and_.Textiles.blog_-21x24.jpg 21w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/9.Vtamin.T.Threads.and_.Textiles.blog_-31x36.jpg 31w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/9.Vtamin.T.Threads.and_.Textiles.blog_-41x48.jpg 41w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5018\" class=\"wp-caption-text\">Buch &#8220;<strong>Vtamin-T, Threads and Textiles in Contemporary Art<\/strong>&#8220;<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das ist auch der Tenor der Publikation <strong>Vitamin T<\/strong>, einem Buch, in dem \u00fcber 100 Kuratoren aus dem Bereich der bildenden Kunst gebeten wurden, K\u00fcnstler zu benennen, die in bemerkenswerter oder innovativer Weise mit Textil und F\u00e4den umgehen.<strong>(13)<\/strong> Von den 113 so ermittelten K\u00fcnstlern waren nur vier dabei, die aus dem Bereich der Textilkunst stammen, alle vier weiblich und \u00e4lter.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5014\" aria-describedby=\"caption-attachment-5014\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5014\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_4.blog_.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"819\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_4.blog_.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_4.blog_-293x300.jpg 293w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_4.blog_-768x786.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_4.blog_-24x24.jpg 24w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_4.blog_-36x36.jpg 36w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Cygan_Organic_4.blog_-48x48.jpg 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5014\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Wlodzimierz Cygan<\/strong>: \u201eOrganic 4&#8243;, 120 x 160 cm, 2020, weben; polyester, Leinen, optische Fasern, LED Lichtgenerator<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es r\u00fccken zwar textile Techniken als Ausdrucksmittel neu ins Rampenlicht, aber immer noch mit Unkenntnis und Ignoranz, was die j\u00fcngeren Textilk\u00fcnstler betrifft. Einer der sehr vielen Namen, die mir einfallen, wenn es um innovative Herangehensweisen mit Textil geht, ist W\u0142odzimierz Cygan. Ein polnischer K\u00fcnstler, dem in der Weberei ganz neue Ausdrucksm\u00f6glichkeiten gelungen sind, unter anderem mit neuen Materialien wie Licht leitenden Fasern.<\/p>\n<p>Nehmen wir die Bauhaus-Weberei als Ausgangspunkt, um die uralte Technik des Webens zu betrachten. Mit dem Bauhaus und seinem Impuls, Gebrauchskunst f\u00fcr die Massen herzustellen, hat der Einsatz von Maschinen und Computern f\u00fcr flie\u00dfende \u00dcberg\u00e4nge zwischen Handwerk, Design und Kunst gesorgt. Hier ist speziell der von der Norwegerin Vibeke Vestby 1990 erfundene computergest\u00fctzte Hand-Jaquardwebstuhl TC1 zu nennen, der der Handweberei komplette Freiheit in der Gestaltung erm\u00f6glicht<strong>(14)<\/strong> Die M\u00f6glichkeit, auch komplizierteste Muster weben zu k\u00f6nnen, wird vor allem von textilen Ausbildungsst\u00e4tten sowie von der bildenden Kunst genutzt. So lassen etwa auch Maler ihre Werke auf industriellen Webmaschinen reproduzieren<strong>.(15)<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_5012\" aria-describedby=\"caption-attachment-5012\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5012\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/5.Lia_Cook.blog_.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"1065\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/5.Lia_Cook.blog_.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/5.Lia_Cook.blog_-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/5.Lia_Cook.blog_-769x1024.jpg 769w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/5.Lia_Cook.blog_-768x1022.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/5.Lia_Cook.blog_-18x24.jpg 18w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/5.Lia_Cook.blog_-27x36.jpg 27w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/5.Lia_Cook.blog_-36x48.jpg 36w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5012\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Lia Cook<\/strong> : \u201eMindmelt\u201c, 2016; Baumwolle, Rayon, Jacquard weben; Foto Beatrijs Sterk<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aber es gibt auch sehr interessante Beispiele, wie Textilk\u00fcnstlerinnen sich sehr gekonnt und k\u00fcnstlerisch mit der Jacquardwebtechnik auseinandersetzen. In den USA ist<strong> Lia Cook<\/strong> die bekannteste K\u00fcnstlerin auf diesem Gebiet. In Europa sind es u. a. <strong>Grethe S\u00f8rensen<\/strong> und<strong> Lise Fr\u00f8lund<\/strong> aus D\u00e4nemark sowie <strong>Philippa Brock<\/strong> aus Gro\u00dfbritannien,<strong>(16)<\/strong> die mit Jacquardarbeiten im Bereich Textilkunst hervortreten. Im Bereich Design w\u00e4re u. a. <strong>Hella Jongerius<\/strong> aus den Niederlanden zu nennen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5013\" aria-describedby=\"caption-attachment-5013\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5013\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/6.Grethe_Sorensen.blog_.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"618\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/6.Grethe_Sorensen.blog_.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/6.Grethe_Sorensen.blog_-300x232.jpg 300w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/6.Grethe_Sorensen.blog_-768x593.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/6.Grethe_Sorensen.blog_-24x19.jpg 24w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/6.Grethe_Sorensen.blog_-36x28.jpg 36w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/6.Grethe_Sorensen.blog_-48x37.jpg 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5013\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Grethe S\u00f8rensen<\/strong>: \u201eOut of Focus\u201c, 2006, 400 x 160 cm; beidseitiges Doppelgewebe mit zus\u00e4tzliche Farben an beiden Seiten ; Jacquard weben, mercerisierte Baumwolle; Foto Beatrijs Sterk<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch die alte Technik der Bildwirkerei, die seit Ende der 1980er Jahre weltweit wieder aufgebl\u00fcht ist, zeigt sich in Europa seit 2001 in einem aktuellen Ausstellungsformat: das European Tapestry Forum (ETF) mit Sitz in D\u00e4nemark organisiert die Triennale Artapesty.<strong>(17)<\/strong> Die 6. Auflage startete im Januar 2021 im d\u00e4nischen Silkeborg.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5028\" aria-describedby=\"caption-attachment-5028\" style=\"width: 2500px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5028 size-full\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Erin-Riley.11soze.jpg\" alt=\"\" width=\"2500\" height=\"1939\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Erin-Riley.11soze.jpg 2500w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Erin-Riley.11soze-300x233.jpg 300w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Erin-Riley.11soze-1024x794.jpg 1024w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Erin-Riley.11soze-768x596.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Erin-Riley.11soze-1536x1191.jpg 1536w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Erin-Riley.11soze-2048x1588.jpg 2048w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Erin-Riley.11soze-24x19.jpg 24w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Erin-Riley.11soze-36x28.jpg 36w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Erin-Riley.11soze-48x37.jpg 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 2500px) 100vw, 2500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5028\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Erin M Riley<\/strong> ist eine junge Tapisserieweberin aus Brooklyn, New York. Die K\u00fcnstlerin webt Bilder die sie aus dem Internet entnimmt. Neuerdings auch Fotos von sichselbst, die sie in handgef\u00e4rbte Wolle in Gobelintechnik webt; Foto Erin Riley<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ebenso hat die Stickerei eine weltweite Wiederbelebung erfahren und gewinnt an internationaler Bedeutung. Sehr gute Beispiele sind auf den Textil-Biennalen in Rijswijk bei Den Haag zu sehen.<strong>(18)<\/strong> Von Anne Kloosterboer kuratiert, steht hier die Textilkunst und ihr Einfallsreichtum im Zentrum. Immer \u00f6fter war eine \u00fcberw\u00e4ltigende Vielfalt in der Handstickerei zu konstatieren. Eine neuartige Intimit\u00e4t entsteht durch diese sehr pers\u00f6nliche und langsame, tagebuchartige T\u00e4tigkeit. Vor allem jungen K\u00fcnstlern scheint diese intensive Ausdrucksweise zu liegen.<\/p>\n<p>Vor allem in den USA etablierte sich eine gro\u00dfe Patchwork-Quilt-Bewegung. Es gibt verschiedene Patchwork-Quilt-Gruppen und Ausstellungen in Europa, einige davon richten sich an Textilk\u00fcnstler. Die wohl wichtigste wird seit 1986 in Heidelberg im Textilmuseum Max Berk als Europ\u00e4ische Quilt-Triennale gezeigt.<strong>(19)<\/strong><\/p>\n<p>Zahlreiche andere Techniken wie Filzen \u2013 beziehungsweise der Umgang mit Filz \u2013, Stricken, H\u00e4keln und ihre freie Anwendung, Applikations- und Collagetechniken mit textilen Materialien, Kl\u00f6ppeln, Nadelspitzen- oder Maschinenstickerei, F\u00e4rbetechniken und ihre Interpretation als Fl\u00e4che oder im Raum haben zurzeit keine eigenen Ausstellungsformate, geh\u00f6ren aber zur Textilkunst dazu. Seit Lausanne hat es auf den verschiedensten Gebieten der Textilkunst H\u00f6hepunkte gegeben, die oft durch gro\u00dfe Ausstellungen oder Ausstellungsserien ausgel\u00f6st worden sind. Es w\u00e4re an der Zeit, eine neue Geschichte der modernen Textilkunst in Europa \u00fcber die Zeit nach Lausanne zu schreiben, um allen Tendenzen in der Textilkunst gerecht zu werden, aber auch um der Ignoranz, von der oben die Rede war, entgegenzutreten.<\/p>\n<p>Die Sammlung des Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main erhebt nicht den Anspruch, all diese Entwicklungen der Textilkunst angemessen zu repr\u00e4sentieren. Aber aufgrund seiner Ausrichtung, auch als ehemals Museum f\u00fcr Kunsthandwerk, stellt es sich die Frage nach der k\u00fcnstlerischen Relevanz und kulturellen Rolle der Textilkunst im Kontext seiner Sammlungen. F\u00fcr viele Aspekte der Textilkunst finden sich Werke von K\u00fcnstlerinnen, seltener K\u00fcnstlern, die markante Positionen dieses Metiers vertreten. Schlaglichtartig f\u00fchren sie k\u00fcnstlerische Ausdrucksm\u00f6glichkeiten vor Augen, die den Anspruch auf Teilhabe an der bildenden Kunst repr\u00e4sentieren und nicht nur als R\u00fcckblick, sondern auch als Inspiration oder Ausblick betrachtet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5023\" aria-describedby=\"caption-attachment-5023\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5023 size-full\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_6464a.blog_.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"1070\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_6464a.blog_.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_6464a.blog_-224x300.jpg 224w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_6464a.blog_-766x1024.jpg 766w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_6464a.blog_-768x1027.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_6464a.blog_-18x24.jpg 18w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_6464a.blog_-27x36.jpg 27w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/IMG_6464a.blog_-36x48.jpg 36w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5023\" class=\"wp-caption-text\">Buch<strong> A Labour of Love<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n<p>Die j\u00fcngere Generation interessiert sich f\u00fcr Textil als k\u00fcnstlerische Ausdrucksform aus ganz vielen und unterschiedlichen Gr\u00fcnden. Nicht nur Nachhaltigkeit im Sinne eines no waste wird zuk\u00fcnftig immer gr\u00f6\u00dfere Bedeutung gewinnen, ein neugieriges Interesse an textilem Material und textiler Technik w\u00e4chst. Es scheint in zwei Richtungen zu gehen. Einerseits ist es das Interesse an neuen Materialien und Techniken \u2013 zum Beispiel an optischen Fasern, elektronisch leitf\u00e4higen Textilien, akustisch und chemisch reagierenden Textilien, 3D-Druck f\u00fcr textile Strukturen, Lasercut sowie die computergest\u00fctzte Jacquardweberei \u2013 und andererseits eine R\u00fcckkehr zu archaischen Vorgehensweisen im Sinne von slow textiles analog zu slow food. Nat\u00fcrliche Materialien und alte Handwerkstechniken k\u00f6nnen durch ein neues Bewusstsein f\u00fcr gesellschaftliche Verantwortung ein Comeback feiern. Im Oktober 2020 zeichnete dieses Bild die Konferenz Textile for Future, ein Gespr\u00e4chsforum von Dozenten und Professoren aus Skandinavien, den Baltischen L\u00e4ndern, Polen und Gro\u00dfbritannien \u00fcber die Aussichten von Textilgestaltung und Textilkunst.<strong>(20)<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_5029\" aria-describedby=\"caption-attachment-5029\" style=\"width: 1050px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5029 size-full\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/rootbound-back-1-1050x808-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"808\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/rootbound-back-1-1050x808-1.jpg 1050w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/rootbound-back-1-1050x808-1-300x231.jpg 300w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/rootbound-back-1-1050x808-1-1024x788.jpg 1024w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/rootbound-back-1-1050x808-1-768x591.jpg 768w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/rootbound-back-1-1050x808-1-24x18.jpg 24w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/rootbound-back-1-1050x808-1-36x28.jpg 36w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/rootbound-back-1-1050x808-1-48x37.jpg 48w\" sizes=\"auto, (max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5029\" class=\"wp-caption-text\"><strong>Diana Scherer<\/strong> aus Deutschland stellt Textilkunst -sogar Mode- aus Pflanzenwurzeln her; Foto Diana Scherer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die wohl bekannteste Zukunftsforscherin Lidewij Edelkoort, die schon seit geraumer Zeit davon \u00fcberzeugt ist, dass Craft (Handwerk) f\u00fcr unsere Zukunft wesentlich werden wird, hat zusammen mit Philip Fimmano das <strong>Buch A Labour of Love<\/strong> geschrieben.<strong>(21)<\/strong> Hier wird das Handwerk gefeiert, auch das textile Handwerk. Bemerkenswert ist, dass die \u00fcblichen Kategorien von angewandter und freier Kunst oder Design keine Rolle mehr zu spielen scheinen.<\/p>\n<p>Fazit f\u00fcr die Textilkunst: Noch nie bestand seitens des Publikums so viel Interesse an Textilkunst. In den Hochschulen in Skandinavien hat zum Beispiel auch die Nachfrage nach Weben stark zugenommen. Jedoch tun sich die Meinungsmacher der bildenden Kunst schwer, vor allem den j\u00fcngeren Textilk\u00fcnstlerinnen die Anerkennung zu zollen, die ihnen geb\u00fchrt. Wie oben genannte Beispiele \u2013 Markus Br\u00fcderlin, der eine Textilkuratorin nicht mal befragte, und die einseitige Auswahl im Buch Vitamin T \u2013 zeigen, ist es noch ein langer Weg bis zur Gleichberechtigung der Textilkunst.<\/p>\n<p><em>Beatrijs Sterk 14 August, 2021<\/em><\/p>\n<p><strong>1.<\/strong> \u201eThis major retrospective within a museum of modern art will reasses and celebrate the possibilities of textiles, and weaving in particular, as a fine art medium\u201c, Ann Coxon, Kuratorin, Tate Modern. Quelle: The New York Times, &#8220;At Tate Modern, an Anni Albers Retrospective&#8221; von Farah Nayeri, 8 Oct.2018; Website: https:\/\/www.nytimes.com\/2018\/10\/08\/arts\/tate-modern-anni-albers-retrospective.html<br \/>\n<strong>2<\/strong>. \u201eGalleries and museums didn\u2019t show textiles, that was always considered craft and not art. [&#8230;] When it\u2019s on paper it\u2019s art\u201c, Anni Albers, 1984. Internet Artikel in Wallpaper &#8220;The Anni Albers retrospective at Tate Modern anticipates 100 years of Bauhaus&#8221; von Harriet Lloyd-Smith; Website: https:\/\/www.wallpaper.com\/art\/anni-albers-retrospective-tate-modern-bauhaus-100-years<br \/>\n<strong>3.<\/strong> In den Niederlanden die Triennale &#8220;Werken in Textiel&#8221; im Frans Hals Museum, Haarlem, die dreimal stattfand (1968, 1971 und 1974). In Deutschland die Biennale der deutschen Tapisserie, die von 1978 bis 1990 sechsmal an wechselnden Orten stattfand. In Skandinavien die Nordische Textiltriennale, die von 1974 bis 1995 als Wanderausstellung siebenmal in den Nordischen L\u00e4ndern gezeigt wurde. In Lodz in Polen fand seit 1972 eine Biennale statt, die sp\u00e4ter in eine Triennale umgewandelt wurde und die heute noch unter internationaler Beteiligung organisiert wird.<br \/>\n<strong>4<\/strong>. BEHRENDS, Rainer, 1987. \u00dcber das Verh\u00e4ltnis von Kunsthandwerk und Realit\u00e4t. In: DeutschesTextilforum. 2\/1987, S. 34 &#8211; 37 hier S. 4<br \/>\n<strong>5.<\/strong> Victoria Pomery, Direktorin des Turner Contemporary in Margate (UK), konstantierte auf der Suche nach \u201eWerken von unbekannten K\u00fcnstlern, die mit Textil arbeiten\u201c, dass alle Namen weiblich waren. So wurden Frauen zum Suchkriterium: \u201eWomen very actively engage in the use of materials, in particular textiles and threads\u201c (Frauen setzen sich sehr aktiv mit dem Gebrauch von Materialien auseinander, speziell mit Stoffen und F\u00e4den). POMERY, Victoria, 2017. In: Karen WRIGHT, Hrsg. Entangled: Threads and Making, Turner Contemporary; Katalog-Einleitung &#8220;Preface&#8221; S.4 &#8211; 6.<br \/>\n<strong>6.<\/strong> \u201eGiven the undeniable quality of these women\u2019s work, why has it been overlooked for so long? Part of the answer \u2013 as in many other parts of the labor market and society at large \u2013 is simple sexism.\u02ba SUSSMAN, Anna Louie, 2017. Essay&#8221;Why Old Women Have Replaced Young Men as the Art Worlds Darlings&#8221;. In: www.artsy.net. 19. Juni 2017 [Zugriff am 08.09..2021]. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www.artsy.net\/article\/artsy-editorial-women-replaced-young-men-art-worlds-darlings<br \/>\n<strong>7.<\/strong> \u201eThere is no justification for the lower status and lower recognition\u201c, Aussage des Kunsth\u00e4ndlers Fergus Mcgaffrey, New York; a.a.O. Anm. 6: SUSSMAN, Anna Louie,Essay &#8220;Why Old Women Have Replaced Young Men as the Art Worlds Darlings&#8221; S. XXX.<br \/>\n<strong>8.<\/strong> A.a.O. Anm. 6: SUSSMAN, Anna Louie, Essay &#8220;Why Old Women Have Replaced Young Men as the Art Worlds Darlings&#8221; S. XXX.<br \/>\n<strong>9.<\/strong> Sheila Hicks: Lignes de vie (Lebenslinien), 2018 im Centre Pompidou von Paris (FR). Retrospektive Anni Albers, 2018 im K20 D\u00fcsseldorf (DE) und 2018\/19 in der Tate Modern in London (UK). Olga de Amaral: Light of Spirit, Retrospektive 2018 im La Patinoire Royale \u2013 Galerie Val\u00e9rie Bach, Br\u00fcssel (BE). Magdalena Abakanowicz: Metamorphism I &amp; II, 2018 im Textilmuseum in Lodz (PL). Hannah Ryggen &#8211; Gewebte Manifeste, 2019 in der Schirn Kunsthalle Frankfurt (DE).<br \/>\n<strong>10.<\/strong> Joanne Mattera, die ehemalige Chefredakteurin der Zeitschrift Fiberart schreibt: \u201eThe point at which fiber reached critical mass, quite literally, was in 2009 when Franco Soffiantino Contemporary Art Productions from Turin, Italy, exhibited Michael Butler\u2019s two-ton rag rug in a small booth at the Art Basel Miami Beach\u201c ( Der Punkt, an dem die Textilkunst im wahrsten Sinne des Wortes eine kritische Masse erreichte, war 2009, als Franco Soffiantino Contemporary Art Producrions aus Turin, Italien, Michael Butlers zwei Tonnen schwerer Flickenteppich in einem kleinen Stand auf der Art Basel Miami Beach ausstellte). MATTERA, Joanne, 2013: Fiber, Fiber Everywhere. In: Surface Design Journal. Fall 2013, S. 48 &#8211; 53, hier S. 48.<br \/>\n<strong>11.<\/strong> \u201eThis is the first exhibition in 40 years to examine the development of abstraction and dimensionality of fiber art from the mid-twentieth century to the present\u201c. Quelle Hrsg.PORTER, Jenelle: Fiber Sculpture 1960 &#8211; Present, Text auf Buchumschlag<br \/>\n<strong>12.<\/strong> Markus Br\u00fcderlin schreibt in seinem Vorwort zum Katalog Kunst &amp; Textil &#8211; Stoff als Material und Idee in der Moderne von Klimt bis heute, Hrsg Markus Br\u00fcderlin, Hatje Cantz Verlag 2014: \u201ees ist die zunehmende Virtualisierung unserer Lebenswelt durch Computer und Internet, die dem Handwerklichen diese neue Aktualit\u00e4t beschert [\u2026]. Kein Stoff, kein Material, keine Technik vermag unser sinnliches wie auch mentales Dasein so universell zu ber\u00fchren wie das Textile, und dies gerade in einer Zeit, die durch Computer und Internet immer unsinnlicher und ungreifbarer zu werden droht.\u201c S.7 &#8211; 10 hier S. 10<br \/>\n<strong>13.<\/strong> PORTER, Jenelle, 2019. Vitamin T \u2013 Threads and Textiles in Contemporary Art, Berlin.<br \/>\n<strong>14.<\/strong> Vibeke Vestby, damals Webdozentin am College for Art and Design in Oslo, erhielt 1990 einen F\u00f6rderbeitrag des IT-Programms des norwegischen Ministeriums f\u00fcr Erziehung mit Betonung auf traditionellem Handwerk und Frauen.<br \/>\n<strong>15.<\/strong> Zum Beispiel im Textilmuseum Tilburg (NL), aber auch in einer Fabrik in Wielsbeeke (BE), die Kleinserien webt, die als sogenannte Multiples auf dem Kunstmarkt wie Grafik gehandelt werden.<br \/>\n<strong>16.<\/strong> So wie Outi Martikainen aus Finnland, Francesca Pinol aus Spanien, Monika Gra\u0161ien\u0117-\u017dalt\u0117 aus Litauen und Krista Leesi aus Estland.<br \/>\n<strong>17.<\/strong> Die von der Vereinigung ETF organisierte Tapisserie-Ausstellung mit vom K\u00fcnstler gewebten Werken wird an verschiedenen Orten in Europa gezeigt.<br \/>\n<strong>18.<\/strong> Es gab bislang sechs Auflagen der Biennale, die siebte findet von August 2021 bis Januar 2022 statt.<br \/>\n<strong>19.<\/strong> Die 8. Europ\u00e4ische Quilt-Triennale findet von Oktober 2021 bis Januar 2022 statt.<br \/>\n<strong>20.<\/strong>\u00a0Die Konferenz ist auf Video dokumentiert und auf Facebook abrufbar [Zugriff am 08.07.2021]. Verf\u00fcgbar unter: https:\/\/www.facebook.com\/1488489 964737074\/videos\/721890645086551; https:\/\/www.facebook.com\/1488489 964737074\/videos\/340287487261508; https:\/\/www.facebook.com\/1488489 964737074\/videos\/690460465010027; https:\/\/www.facebook.com\/1488489 964737074\/videos\/399916821402795.<br \/>\n<strong>21.<\/strong> EDELKOORT, Lidewij und Philip FIMMANO, 2020. A Labour of Love. Eindhoven. Das Buch erschien anl\u00e4sslich der Ausstellung La Manufacture: A Labour of Love von September bis November 2020 in Lille (FR).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Text von Beatrijs Sterk verfasst f\u00fcr den Katalog Kunstwerk ist Kaktus &#8211; zum Sammlungsbestand des Museum Angewandte Kunst nach 1945 bis heute; Ausstellung in Frankfurt am Main ab November 2021&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5104,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16,12],"tags":[189,190],"class_list":["post-5002","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-editorial","category-exhibitions","tag-textile-art-since-1945","tag-textilkunst-nach-1945"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5002","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5002"}],"version-history":[{"count":33,"href":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5002\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5055,"href":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5002\/revisions\/5055"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5104"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5002"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5002"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5002"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}