{"id":1194,"date":"2014-04-07T15:11:08","date_gmt":"2014-04-07T14:11:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.textile-forum-blog.org\/?p=1194"},"modified":"2014-04-12T16:53:41","modified_gmt":"2014-04-12T15:53:41","slug":"treads-exhibition-at-the-arnhem-museum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/de\/2014\/04\/treads-exhibition-at-the-arnhem-museum\/","title":{"rendered":"Threads . Textil in Kunst und Gestaltungen"},"content":{"rendered":"<p><figure id=\"attachment_1184\" aria-describedby=\"caption-attachment-1184\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1184\" alt=\"Floor Nijdeken\/NL: &quot;Crossover Collective&quot;,2013\" src=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC00097asmall.jpg\" width=\"800\" height=\"522\" srcset=\"https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC00097asmall.jpg 800w, https:\/\/www.textile-forum-blog.org\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/DSC00097asmall-300x195.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1184\" class=\"wp-caption-text\">Floor Nijdeken\/NL: &#8220;Crossover Collective&#8221;,2013, a social machine focusing on collective embroidery<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p>Ausstellung von 19.3 bis 17.8.2014 im <a href=\"http:\/\/www.museumarnhem.nl\/DE\/agenda\/tentoonstellingen\/threads-textiel-in-kunst-n-vormgeving\">Museum Arnhem<\/a>. Dies war die vierte Ausstellung mit &#8220;freier&#8221; Kunst und Textil, die wir in den vergangenen Monaten besuchen konnten, zuerst M\u00f6nchengladbach, dann Wolfsburg, Bielefeld und schlie\u00dflich in Arnheim. Leider wirkte diese Ausstellung wie ein zweiter Aufguss, ohne H\u00f6hepunkte und Spannung. Die &#8220;gro\u00dfen Namen&#8221; dieser Ausstellung wie Kimsooja und Chiharu Shiota waren bereits in Wolfsburg anzutreffen (Shiota mit einer sehr viel beeindruckenderen Arbeit). Das Spezielle an der Arnheimer Ausstellung war die geografisch breit gestreute Beteiligung, denn abgesehen von 7 niederl\u00e4ndischen K\u00fcnstlern entstammten die 26 teilnehmenden K\u00fcnstler allen Teilen der Welt. Mit nur wenigen Ausnahmen , wie die Seidenskulptur von Lian Tianmiao und die Stickereien von Berend Strik, waren die Arbeiten schlecht verarbeitet. Die Teppiche von Faig Ahmed aus Azerbajdzan waren dagegen sehr gekonnt gekn\u00fcpft, aber nicht vom K\u00fcnstler selbst, der sich aufs Verfremden und Zerschneiden beschr\u00e4nkte.<br \/>\nLeider fehlten in dieser Ausstellung historische Beispiele textiler Kunst, wie sie in den deutschen Ausstellungen zu sehen gewesen waren, wo sie einen guten Kontrastpunkt gebildet hatten.<br \/>\nWas war den hier gezeigten K\u00fcnstler gemeinsam? Ausser einer fast allgegenw\u00e4rtigen Missachtung des Textilen schien es mir , dass alle sich sehr bewusst einen Namen auf dem internationalen Kunstmarkt gemacht hatten oder dabei waren, einen solchen zu bilden. Bis auf die chinesische Lin Tianmiao war keiner von ihnen dabei, der es gewagt h\u00e4tte, sich als Textilk\u00fcnstler zu bezeichnen. Von Lin Tianmiao hatte ich diese Bezeichnung auch nur aus anderen Ausstellungen erfahren.<br \/>\nDie Kuratorin, Mirjam Westen, hatte sich u.a. durch die Arbeit &#8220;Tread Routes&#8221; von Kimsooja zur Ausstellung motivieren lassen. Sie sagte sinngem\u00e4ss: &#8220;Soviel Aufmerksamkeit f\u00fcr Textilgestaltung hat mir zu denken gegeben. Auch wenn Textil normalerweise nicht als vollwertiges Medium angesehen wird, so hat es doch eine grosse Bedeutung, was in anderen Teilen der Welt auch so angesehen wird und dort leider auch abnimmt.&#8221;<br \/>\nGefragt nach den nicht exakten Bezeichnungen der textilen Materialien und Techniken, erkl\u00e4rte die Kuratorin stattdessen: &#8220;Es geht nicht nur um Textil, es geht um Kunstwerke, die Textil benutzen, um Metaphern zu bilden und auf gesellschaftliche und soziale Themen zu verweisen.&#8221; Sie berief sich auf die Ausstellung &#8220;<a href=\"http:\/\/www.muhka.be\/en\/toont\/event\/3014\/TEXTILES\">Textiles &#8211; Art and the Social Fabric<\/a>&#8220;, die von 11.9.2009 bis 3.1.2010 im Museum f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst in Antwerpen stattgefunden hatte.<br \/>\nLeider war die Arnheimer Ausstellung eine weitere in der Serie von Ausstellungen , die Textil im Namen der Kunst vergewaltigen.<br \/>\nMir ist bewusst, dass viele Textilk\u00fcnstler grosse Hoffnungen in diese neue Aufmerksamkeit f\u00fcr Textil setzen. Sie hoffen, dass sich die grossen Museen endlich und zurecht auch f\u00fcr Textilk\u00fcnstler \u00f6ffnen. Leider wird diese Hoffnung durch die neue Mode der &#8220;im textilen Material erstellten Kunstwerke&#8221; nicht erf\u00fcllt werden, denn die Kunstszene hat es verstanden, die wasserdichte Abschottung zwischen`Kunst`und Textil beizubehalten. Nur im Einzelfall werden bereits verstorbene oder \u00e4ltere Textilk\u00fcnstler, wie jetzt gerade Sheila Hicks, vom Kunstmarkt hofiert. In ihrem Fall liess ihre Galerie jedes &#8220;textile&#8221; Adjektiv weg. Sheila Hicks war der J\u00fcngere der grossen Namen aus der Aufbruchzeit der Textilkunst in Lausanne. Textilk\u00fcnstler aus jener Zeit sowie die des Bauhauses haben inzwischen Museumsw\u00fcrde erreicht, sowohl mit angewandter, als auch mit freier Textilkunst.<\/p>\n<p>[smoothslider id=&#8217;3&#8242;]<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausstellung von 19.3 bis 17.8.2014 im Museum Arnhem. 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